FiFo und LiFo-Methode + Freibetrag Bitcoin

FiFo und LiFo-Methode + Freibetrag Bitcoin

Der Kauf von Kryptowährungen ist für Anfänger am einfachsten durch das FiFo (First-in-First-Out) Prinzip. Ich selber benutze dieses Prinzip auch, da ich kein Daily-Trader bin, dass ich hunderte von Transaktionen pro Monat verbuchen müsste.

Was ist die FiFo Methode?

Hier ein Beispiel:

  • +2 Bitcoins gekauft am 30.06.2020
  • +3 Bitcoins gekauft am 02.07.2020
  •  -2 Bitcoins verkauft am 01.07.2020
  •  -3 Bitcoins verkauft am 02.07.2020

Das wäre nun ein klassisches und das gängigste Beispiel.
Du kaufst als erstes 2 Bitcoins und danach nochmal 3 Bitcoins.
Und jetzt ist es ganz wichtig, dass du zuerst die 2 Bitcoins verkaufst (weil als erstes gekauft) und danach erst die 3 Bitcoins verkaufst. (weil als zweites gekauft)
Das ist nun das sogenannte FiFo-Prinzip. 

Was ist die LiFo Methode?

Die LiFo Methode ist das genaue Gegenteil zu der FiFo Methode. Hier ein Beispiel:

  • +2 Bitcoins gekauft am 30.06.2020
  • +3 Bitcoins gekauft am 02.07.2020
  •  -3 Bitcoins verkauft am 02.07.2020
  •  -2 Bitcoins verkauft am 03.07.2020

Das wäre nun eine nicht so gängige Methode und wird daher auch eher selten benutzt.
Du kaufst als erstes 2 Bitcoins und danach nochmal 3 Bitcoins.
Und jetzt ist es ganz wichtig, dass du zuerst die 3 Bitcoins verkaufst (weil als letztes gekauft) und danach erst die 2 Bitcoins verkaufst. (weil als erstes gekauft)
Das ist nun das sogenannte LiFo-Prinzip (Last-in-First-out).  Ich persönlich würde es nicht benutzen, da es eher umständlich als praktisch wäre.

Wann sind Bitcoins Steuerfrei und wann muss man sie versteuern?

Wenn man nun ein komplettes Jahr lang seine Bitcoins „gehodlt“ hat, braucht man keine Abgeltungssteuer für ca. 25% dem Finanzamt abführen. Denn laut Gesetz:

03. Juni 2020 Auszug aus dem Deutschen Bundestag und Sachstand der
„Umsatzsteuerliche Behandlung und Erörterung der ertragsteuerlichen
Behandlung von Krypto Token“ Seite 10: 

„Sonstige Einkünfte sind nach § 22 Nr. 2 EStG auch Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften. Dazu gehören nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG auch Veräußerungsgeschäfte bei anderen

Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr
als ein Jahr beträgt (Haltefrist). Werden andere Wirtschaftsgüter als Einkunftsquelle genutzt und
werden zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt, erhöht sich die Haltefrist auf zehn
Jahre. Bei Anschaffung und Veräußerung mehrerer gleichartiger Fremdwährungsbeträge ist zu
unterstellen, dass die zuerst angeschafften Beträge zuerst veräußert wurden (FiFo-Methode). Der
Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften bleibt nach § 23 Abs. 3 EStG steuerfrei,
wenn er im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat. Verluste dürfen nur bis zur Höhe des
Gewinns aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften im gleichen Kalenderjahr ausgeglichen
werden. Verluste mindern die Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften im unmittelbar
vorangegangenen Veranlagungszeitraum oder in den folgenden Veranlagungszeiträumen.“

Das heißt also im Klartext: Wenn du 1 Jahr lang nachweislich deine Kryptowährung gehalten hast und sie nach dieser Haltefrist durch die z.B. FiFo-Methode veräußerst, also verkaufst, dann ist dieser Gewinn durch den Verkauf Steuerfrei. Wenn du sie natürlich innerhalb von einem Jahr verkaufst, dann musst du diese bei der Steuererklärung angeben, um den Gewinn letztendlich zu versteuern. Aber beachte die Steuerfreigrenze von 600€. Innerhalb dieser Grenze, brauchst du auch innerhalb von einem Jahr keine Steuern bezahlen.

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